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Auf der Suche nach dem größtem Künstler.

Was war der schönste Anblick, der sich einem jemals geboten hat? War es ein Sonnenuntergang in den Tropen, eine schneebedeckte Gebirgskette, Blumenreichtum in der Wüste oder vielleicht ein prächtig gefärbter Herbstwald? Die allermeisten genießen solch einen besonderen Moment, wenn sie von der Schönheit der Erde gefesselt sind. Wen möglich, verbringt man seinen Urlaub in einer paradiesischen Gegend, und die unvergesslichsten Momente werden mit der Kamera festgehalten.
Wenn wir das nächste Mal über die unberührte Natur staunen, könnten wir uns einige Fragen stellen. Angenommen, wir besuchen eine Kunstgalerie. Würden wir nicht irgendetwas vermissen, wenn unter jedem Gemälde ,,anonym“ stände? Würden wir auf einer Ausstellung nicht gern wissen, welcher Künstler die Gemälde Geschaffen hat, deren Ausführung und Schönheit uns tief berühren? Sollten wir uns damit zufriedengeben, die Schönheiten der Erde zu betrachten, ohne uns für den Künstler zu interessieren, der sie geschaffen hat?
Natürlich behaupten einige, in der Natur gebe es keine Kunst – Kunst setze schöpferisches Können und Interpretation des Menschen voraus. Solch eine Definition von Kunst ist jedoch vielleicht zu eingeschränkt. Was genau ist Kunst?
Schalen sammeln zum Vergnügen

ES GESCHAH im Jahre 1838 auf Bohol, einer Insel der Philippinen. Ein Engländer wurde vor Aufregung fast ohnmächtig. Es handelte sich um Hugh Cumming, einen Konchyliologen (ein Forscher, der sich mit der Untersuchung von Weichtierschalen befaßt). H. Cumming hatte drei Kegelschnecken mit dem Namen Conus gloria-maris gefunden, was ,,Meerespracht“ bedeutet. All die Aufregung um drei Schneckengehäuse? Ja, tatsächlich! Für Hugh Cumming war der Traum eines jeden Sammlers in Erfüllung gegangen. Conus gloria-maris ist eine prachtvolle, seltene und wertvolle Kegelschneckenart. Bis zum Jahre 1965 sind nur 25 Exemplare gefunden worden. Eine Sammlung auf den Philippinen enthält die größte davon. Zwar ist sie versteinert, doch sie ist, wie man sagt, über 1 000 US-Dollar wert. Die Philippinen sind ein Sammlerparadies. Drei der 13 wertvollsten Exemplare der Welt kommen von dorther. In der Publikation Shells and the Philippines heißt es: ,,Bei weitem am herrlichsten ist die Vielfalt der schalentragenden Weichtiere im indopazifischen Raum-ein Gebiet, das sich vom Roten Meer und von der Ostküste Afrikas über den Indischen Ozean zum Pazifik bis über Hawaii und die Osterinseln hinaus erstreckt… Doch das Zentrum dieses riesigen Gebietes und ein Mekka für Sammler von Weichtierschalen sind die Philippinen mit ihren Tausenden von Inseln, Riffen, Seegräben, Buchten und Seebecken.“